Differentialdiagnose
Zu den wichtigsten Fehldiagnosen der MS zählen diejenigen Erkrankungen, die ebenfalls multilokuläre Läsionen im ZNS verursachen. Dies sind vor allem die Gefäßerkrankungen. Am häufigsten sind hier die Mikroangiopathien mit den typischen Gefäßrisikofaktoren Bluthochdruck und Diabetes mellitus zu nennen. Auch intermittierende Gefäßspasmen (z.B. bei der komplizierten Migräne) und Gefäßentzündungen (Arteriitiden) bei anderen Autoimmun-Erkrankungen führen zu ähnlichen Läsionen.
Multiple Raumforderungen können ebenfalls eine MS nachahmen. Mit der Kernspintomographie gelingt jedoch die Unterscheidung zwischen Metastasen und Entzündungsherden. Dies gilt auch für andere multiple Raumforderungen des Zentralnervensystems, wie multiple Meningeome.



