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Wie wird Morbus Parkinson festgestellt?

Bei der ersten Vorstellung wird der Arzt mit Ihnen ein ausführliches Gespräch zum bisherigen Verlauf der Erkrankung durchführen. Wichtige Fragen dabei sind:

Erkrankungsdauer, schreiten die Beschwerden fort, ist ein medikamentöser Therapieversuch erfolgt, welche Präparate wurden eingesetzt, haben die Medikamente die Symptomatik verbessert, hatten sie Nebenwirkungen durch die Medikamente und welche, gibt es in der Verwandtschaft Personen mit ähnlichen Beschwerden, hatten sie eine Schädel-Hirnverletzung oder eine entzündliche Hirnerkrankung.

Nach dem Gespräch folgt eine körperliche Untersuchung. Abschließend werden die von Ihnen mitgebrachten Ergebnisse der Voruntersuchungen beurteilt und mit Ihnen gemeinsam notwendige weitere Maßnahmen geplant.

Folgende Zusatzuntersuchungen können notwendig sein:

  • Ultraschall des Hirnstammes/Mittelhirns

    Beim Morbus Parkinson findet man in aller Regel charakteristische Signalveränderungen der „schwarzen Substanz“ (substantia nigra). Diese sind mittels Ultraschall, einer schmerzfreien und ungefährlichen Untersuchungsmethode, erkennbar.

  • cMRT („Kernspin“)

    Das ist eine moderne Bildgebungsmethode, die die Hirnstrukturen sehr genau darstellt und 20 bis 30 Minuten dauert. Da sie auf der Basis des Magnetismus arbeitet, besteht keine Belastung durch Röntgenstrahlung. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn sie einen Herz- oder Tiefenhirnschrittmacher tragen oder implantierte Metallteile haben. Mit dieser Methode können strukturelle Veränderungen des Hirngewebes, die für einige Bewegungsstörungen, die einer Parkinson Erkrankung ähneln können wegweisend sind, sehr genau nachgewiesen werden.

  • Blutuntersuchungen

    Manche Bewegungsstörungen sind durch charakteristische Stoffwechseldefekte gekennzeichnet, welche sich durch Blutuntersuchungen nachweisen lässt. Bei einigen Erkrankungen ist auch eine genetische Diagnostik möglich.

  • Neuropsychologische Untersuchungen

    Hierbei wird mit neuropsychologischen Testverfahren festgestellt ob mögliche psychische/kognitive Funktionsstörungen vorliegen. Dies ist bei Erkrankungen, die mit charakteristischen Veränderungen der geistigen Leistungsfähigkeit einhergehen diagnostisch weiterführend.

  • L-Dopa-Test/Apomorphin-Test

    Hierbei handelt es sich um einem medikamentösen Belastungstest. Beim Morbus Parkinson findet man eine charakteristische Verbesserung der Beschwerdesymptomatik nach Gabe von Medikamenten, die den Botenstoff Dopamin ersetzen, der im Gehirn von erkrankten vermindert produziert wird.

  • SPECT/PET

    Hierbei handelt es sich um Nuklearmedizinische Untersuchungstechniken, mit denen sich beispielsweise der Stoffwechsel oder die Durchblutung des Gehirns messen lässt. Bei einigen  Bewegungsstörungen findet man hier charakteristische Veränderungen.

Kontakt
Fachklinik für Neurologie
Dietenbronn GmbH

Dietenbronn 7
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